Wie wirkt Akupunktur?

An verschiedenen Stellen des Körpers werden dünne Akupunkturnadeln platziert und verbleiben etwa 20 bis 30 Minuten. In dieser Zeit entfalten sie ihre heilsame, regulative Wirkung während der Patient auf einer Liege entspannt.

Viele Patienten empfinden Akupunktur, meist schon ab der ersten Behandlung als wohltuend, entspannend und erstaunlich schnell wirksam.

Westliche Wissenschaftler erforschen die Wirkung der Akupunktur schon seit Jahren. Es konnte nachgewiesen werden das die Akupunktur bei den meisten Patienten sehr gut wirkt, insbesondere wenn es um chronische Schmerzen und funktionelle Störungen geht bei denen die konventionellen Therapien an ihre Grenzen stoßen.

Was genau dabei im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt. Dank moderner wissenschaftlicher Untersuchungsverfahren konnte die Akupunkturwirkung in den letzten Jahren jedoch relativ gut entschlüsselt werden. 

 

In mehreren Studien wurde nachgewiesen, das die Nadelung bestimmter Akupunkturpunkte spezifische Wirkungen entfalten, dazu gehören die Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Verminderung von Schmerzempfindungen oder zur Geburtsförderung. 

 

 

Wirkrichtungen Akupunktur:

  • Schmerzlindernd
  • Muskeltonus regulierend
  • Immunmodulierend
  • Psycho-neuro-endokrine Wirkung
  • Abschwellend
  • Durchblutungsfördernd
  • Vegetativ regulierend
  • Psychisch ausgleichend

Angegebene Indikationen für Akupunktur (offzielle Liste der WHO)

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems wie z.B.:

 
  • Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule wie z.B. HWS-Syndrom, zervikale Spondylitis, Tortikollis, BWS-Syndrom,
    Thorakalsyndrom, LWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Lumbosakrales Schmerz-Syndrom, Bandscheibenvorfall
  • Myofasziales Schmerzsyndrom
  • Fibromyalgie
  • Radikulärsyndrom, Pseudoradikulärsyndrom,
  • Arthralgien, Arthrosen, Arthritis und deren Begleitschmerzen
  • rheumatoide Arthritis, ,
  • Schulter-Arm-Syndrom, Frozen Shoulder, Periarthritis humeroscapularis
  • Tennisellenbogen - Epikondylopathie
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Hüftbeschwerden wie Koxarthrose, Koxalgie
  • Kniebeschwerden wie Gonarthrose, Gonalgie
  • Achillodynie
  • Morbus Sudeck
  • Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen
  • Schmerzen des Kau- und Zahnsystems.

 

Neurologische Krankheiten, wie z.B.:

 
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Neuralgien wie Trigeminusneuralgie, Atypischer Gesichtsschmerz, Interkostalneuralgie, Zosterneuralgie
  • Phantomschmerz, Stumpfschmerz
  • Polyneuropathie, Parästhesie,
  • Schlaganfallnachsorge
  • Lähmungen, Hemiparese, Fazialisparese,
  • Zerebrale Anfallsleiden,
  • Entwicklungsstörungen im Kindesalter,
  • Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen

 

Psychische und Psychosomatische Erkrankungen wie z.B.:

  • Depressionen,
  • Bipolare Störungen
  • Schlafstörungen,
  • Erschöpfungszustand
  • Ängste, Unruhezustände, Psychovegetatives Syndrom
  • Suchterkrankungen: Entgiftungsbehandlung und Therapie­begleitung,  NADA Konzept (z.B. Alkohol, Nikotin, Arzneimittel, illegale Drogen)
  • Bulimie, Adipositas
  • somatoforme Störungen

Erkrankungen der Atemwege, wie z.B.:

 
  • Asthma,
  • Bronchitis, Pseudokrupp, Hyperreagibles
    Bronchialsystem,
  • Heuschnupfen - Rhinitis allergisch
  • gehäuft auftretende Erkältungskrankheiten.

 

Herz- Kreislauf Krankheiten, wie z.B.:

  • Funktionelle Herzerkrankung,
  • Herzrhythmusstörung,
  • Angina pectoris,
  • koronare Herzerkrankung,
  • Hypertonie, Hypotonie,
  • Durchblutungsstörung

 

Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z.B.:

  • funktionelle Magen-Darm-Störungen,
  • Übelkeit, Erbrechen, Hyperemesis, (auch in Schwangerschaft, unter Chemotherapie, postoperativ)
  • Oesophagitis, Magenschleimhautentzündung (Gastritis),
  • Ulkus ventriculi, Ulkus duodeni,
  • Gallenbeschwerden wie Cholangitis, Cholecystitis, Gallenwegsdyskinesie,
  • Lebererkrankungen wie Hepatitis,
  • Verstopfung (Obstipation), Durchfall (Diarrhoe), Gastroenteritis
  • Reizdarm (Colon irritabile), Morbus Crohn, Colitis ulcerosa

 

 

 

Urologische Erkrankungen, wie z.B.:

  • Reizblase, Cystitis, Pyelonephritis, rezedivierende Harnwegsinfekte
  • Prostatitis,
  • Funktionelle Störung des Urogenitaltraktes,
  • Harninkontinenz, Enuresis,
  • Impotenz

 

Gynäkologische Erkrankungen, wie z.B.:

  • Menstruationsschmerzen, Zyklusstörung, Dysmenorrhoe, Prämenstruelles Syndrom, Amenorrhoe (Ausbleiben der menstruellen Blutung)
  • Wechseljahresbeschwerden (Klimakterisches Syndrom),
  • Adnexitis, Salpingitis,
  • Mastopathie (gutartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes),
  • Libido- und Potenzstörungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen, Fertilitätsstörung, Frigidität,
  • Schwangerschaftserbrechen,  Geburtshilfe, Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung, Geburtserleichterung, Laktationsstörung

 

Hals-, Nasen-, Ohren- und Krankheiten, wie z.B.:

 
  • Heuschnupfen (Pollinosis), Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis,
  • Geruchsstörung, Geschmacksstörung,
  • Otitis, Hörsturz, Schwerhörigkeit, Tinnitus,
  • M. Menière, Schwindel, Reisekrankheit,
    Labyrinthitis,
  • Stimmstörung

Augen Krankheiten, wie z.B.:

  • Konjunktivitis, Blepharitis, Uveitis,
  • Visusschwäche,
  • Glaukom,
  • Retinitis pigmentosa, Maculadegeneration

 

Hautkrankheiten, wie z.B.:

 
  • Urtikaria,
  • Neurodermitis, atopisches Ekzem, Ekzem
  • Entzündliche Hauterkrankungen,
  • Akne vulgaris, Furunkulose,
  • Ulcera crures, schlecht heilende Wunden,
  • Herpes simplex,
  • Psoriasis
  • Juckreiz

Sonstige Indikationen, wie z.B.:

 
  • Begleittherapie bei Tumorerkrankungen, z.B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie,Tumorschmerzen
  • Postoperative Schmerzen, Förderung der Wundheilung,
  • Posttraumatische Schmerzen,
  • Zahnschmerzen,
  • Kollaps, Schockzustand,
  • Immunstörung,
  • posttraumatische und postoperative Heilungsstörung
  • abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung

 



 

Akupunktur hat nicht geholfen?

 

Manchmal kommt es vor, dass eine Akupunkturbehandlung nicht ganz die erwünschte Wirkung zeigt. Falls Sie diesen Eindruck haben: Bitte sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt/ Heilpraktiker/in darüber.